Was ist ein zahnärztliches Panoramaröntgenbild?

Was ist ein zahnärztliches Panoramaröntgenbild?

Das zahnärztliche Panoramaröntgen ist die zweidimensionale (2D) medizinische Bildgebungstechnik, die von Zahnärzten und Kieferchirurgen am häufigsten für die allgemeine Untersuchung von oralen Problemen verwendet wird.

Bei der Diagnose von Mundkrankheiten verwendet der Zahnarzt intraorale oder extraorale bildgebende Verfahren, je nach dem Bereich, der im Detail dargestellt werden soll. Zu den intraoralen Röntgenaufnahmen gehören periapikale, okklusale und Bissflügelaufnahmen, während zu den extraoralen Röntgenaufnahmen Panoramaschichtaufnahmen, Fernröntgenaufnahmen und Kegelstrahl-Computertomografien gehören.

Mit Panoramaröntgenaufnahmen kann der gesamte Mund in einem einzigen Bild dargestellt werden. Sie wird bevorzugt bei Patienten eingesetzt, die einen Würgereiz gegen intraorale Röntgenstrahlen haben.

Die mit Röntgenstrahlen durchgeführte radiologische Bildgebungsmethode enthält ionisierende Strahlung, wenn auch in geringer Dosis. Risikobewertungen zufolge ist die Anwendung bei Erwachsenen und Kindern über 5 Jahren unbedenklich, aber wenn die Möglichkeit einer Schwangerschaft besteht, sollte die Behandlung verschoben und der Zahnarzt informiert werden. Da die Belichtungszeit etwa 20 Sekunden beträgt, ist sie für Kinder unter 5 Jahren und Menschen mit Behinderungen nicht geeignet.

Die Röntgenvorbereitung besteht aus mehreren Schritten. Zunächst werden Schmuck, Brillen, Metallgegenstände und Prothesen entfernt. Röntgenaufnahmen mit einem implantierten Zahn haben keine Nachteile. Es wird eine doppelseitige Strahlenschutzbleiweste getragen, um zu verhindern, dass andere Körperteile durch die Strahlung beeinträchtigt werden.

Die Anwendung wird in der Regel im Stehen durchgeführt, das Gerät kann aber auch für Patienten, die einen Rollstuhl benutzen, angepasst werden. Kopf, Stirn und Kinn des Patienten werden mit Stützen zentriert. Für die korrekte Ausrichtung der Zähne wird eine Aufbissschiene mit einer Einweg-Kunststoffhülle in den Mund gelegt.

Um ein klares und verständliches Bild zu erhalten, steht der Patient still und bewegt sich nicht. Der Röntgentechniker startet die Aufnahme, indem er den Röntgenstrahl auf den betreffenden Bereich richtet. Das Röntgengerät zeichnet einen Halbkreis, indem es sich zwischen den Kiefergelenken bewegt. Nach Abschluss der Aufnahme erstellt das Röntgengerät das digitale Bild. Der Zahnarzt erleichtert die Diagnose, indem er Kontrast und Helligkeit im digitalen Bild einstellt.

Das zweidimensionale Bild, das mit einem zahnärztlichen Panoramaröntgengerät aufgenommen wird, entsteht durch die Überlagerung verschiedener anatomischer Strukturen, bestehend aus Ober- und Unterkieferzähnen, Nerven, Kieferhöhlen und Kieferknochen. Abnormalitäten in diesen Strukturen werden diagnostiziert. Die gekrümmte Struktur des Kiefers wird in der zweidimensionalen Ebene in einer flach geöffneten Form dargestellt. Weichteil- und Lufthohlraumschatten können das Hartgewebe verdecken.

Anhand des Röntgenbildes werden Diagnosen wie Gewebeverlust im Kieferknochen infolge fortgeschrittener Parodontalerkrankungen, Zysten und Tumore im Kieferknochen, Mund- und Kieferkrebs, Karies, Zahnfleischentzündungen, Weisheitszähne und andere durchgebrochene Zähne, Kiefergelenkserkrankungen und Sinusitis gestellt.

Während die Hartgewebediagnose mit Hilfe von Röntgenmethoden erfolgt, wird die Weichgewebediagnose mit Hilfe der Magnetresonanztomographie (MR) erstellt. Heutzutage werden die Studien aufgrund technologischer Entwicklungen fortgesetzt, um Hart- und Weichgewebe gleichzeitig sichtbar zu machen.

17.06.2023
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